Vertreten wurden die beiden so unterschiedlichen Teams von den Moderatoren Tobias Glufke und Christoph Fröhlich, die uns durch den Abend führten.

Auf der Seite der Toten traten aus dichten Nebelschwaden Heinz Erhardt, Ingeborg Bachmann, Wilhelm Busch und Kurt Schwitters zum Dichterwettstreit an.
Nun betraten, geführt durch Herrn Fröhlich die lebenden Dichter die Bühne.
Marvin Ruppert eröffnete den Reigen mit seinem komunikations-belasteten Beziehungsportrait mit dem Titel „Anna“.
Sara Kritzler unterhielt mit ihrem Text über eine zu einseitige Liebesbeziehung und der Weisheit, die Katzen innewohnt.
Auch wenn einige Publikumsanteile schon dachten, das Lasse Samström völlig durchdrehen würde, so wurden sie doch mit seinem eigentlichen Beitrag, der „Schüttellyrik“, eines Besseren belehrt – vielleicht aber auch nicht.
Der letzte Slammer und somit der Abschluss der ersten Runde war Thomas Jurisch. Er bot seine etwas kurze und ungewöhnliche Version von „Krieg und Frieden“ vor, welche von seinem Schlachtenbericht, über seinen Freund Jens, ihn selbst und eine widerspenstiges Gurkenglas gefolgt wurde.
Nach der Pause zeigte sich, wem das Publikum seine Gunst schenkte und so trafen in der zweiten Runde Thomas Jurisch, Kurt Schwitters, Lasse Samström und Heinz Erhardt direkt aufeinander.
Herr Jurisch regte die Anwesenden mit seinem Text „Mein Puls“ zu mitmachen an.
Kurz Schwitters setzte seine poetische Maschinengewehrsalbe aus der Vorrunde fort.
Lasse Samström nahm den „Club der toten Dichter“ einzeln und sehr gekonnt aufs Korn.
Die Ehre der letzte Darbietung galt Heinz Erhardt, welcher vom „Brommbär“ einer Maus, der Sehnsucht und der Nacht berichtete.
Nach den letzten Worten Erhardts ging es auch schon zur großen Entscheidung des Abends.
Wer würde den Sieg davontragen können, die höchst lebendigen Slammer oder die unsterbliche Zeitlosigkeit der toten Dichter?
Nun ließen die Hände ihre stimmen erklingen und sie sprachen sich für die toten Dichter Kurt Schwitters und Heinz Erhardt mit je 94,3 Dezibel aus. Der Slammer Lasse Samström musste sich persönlich um nur 0,1 Dezibel geschlagen geben. Die Entscheidung für das Gewinnerteam fiel etwas deutlicher aus und zwar mit 2,2 Dezibel unterschied.

So endete auch schon ein gelungener Abend für die Slammer, die Schauspieler, das Publikum und die Veranstalter.
Wir, das Halternativ Team würden uns geehrt fühlen, wenn auch zum nächsten „Dead versus Alive“ Slam soviel begeistertes Publikum erscheinen würde.
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